Pisa-Studie/eine Einschätzung

In: Schulpolitik

5. Dez 2013

Da wir Sie auf dieser Website über schulische Belange informieren, müssen/dürfen wir auch das Thema „Pisa Studie“ behandeln. Folgend der Link zur Zusammenfassung  PISA-2012-Zusammenfassung.

Mir war und ist es schon immer ein Rätsel, warum sich so viele Bildungspolitiker auf die „Pisa-Studie“ berufen. Wie groß war das Geschrei, als die erste Studie veröffentlicht wurde. Die skandinavischen Länder wurden für ihre Bildungspolitik gelobt.  Und jetzt ist zu lesen, dass Schweden in der Pisa-Studie abgestürzt ist. Hier ein Bericht von „Spiegel-online„. Auch die Platzierungen von Dänemark und Norwegen sind nicht gut.

Noch vor Jahren sollten wir von Schweden lernen, jetzt hat Schweden einen „Pisa-Schock“. Die PISA-Studie stand immer unter Kritik. Kaum einer wollte diese Kritik hören.Vielleicht sollten die einzelnen Länder sich nicht von einer Wirtschaftsorganisation vorschreiben lassen, wie ihre Schulen gestaltet werden. Ob die Stellschrauben in Deutschland in den letzten Jahren richtig gestellt wurden, werden wir sicherlich nicht durch die nächste Pisa-Studie erfahren.  Ich kann nur hoffen, dass bei bildungspolitische Diskussionen die PISA-Studie keine Rolle spielt. Die Aussagen diese Studie sind dazu nicht zu geeignet. Die OECD ist eine Wirtschaftsorganisation, die Ziele liegen im wirtschaftlichen Bereich. Bildung sollte aber nicht auf wirtschaftliche Ziele, auch wenn diese wichtig sind, beschränkt werden. Wer Menschen und deren Leistungen nur nach Studien beurteilt geht einen falsche Weg.

Schule spiegelt auch die Entwicklung einer Gesellschaft wider. Probleme im Bildungssystem sind immer auch ein gesellschaftliches Problem. Gesellschaftliche Veränderungen wirken sich auf die Schulen aus, Schulsysteme beeinflussen gesellschaftliche Veränderungen.

Karl-Wilhelm Heselmann

 

 

 

 

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